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So planen Sie eine funktionale und ergonomische Küche

Eine individuell geplante Einbauküche ist eine langfristige Investition, an der man im Durchschnitt 10 bis 15 Jahre seine Freude hat. Neben der Optik kommt es deshalb auf eine durchdachte Planung an, die auf Ergonomie, Funktionalität und Alltagstauglichkeit ausgerichtet ist. Damit Sie reibungslos und komfortabel in Ihrer Küche arbeiten können, sind die Arbeitshöhe und die Arbeitsrichtung, die Laufwege und die Beleuchtung von Bedeutung.

Ergonomische Arbeitshöhe ermitteln

Bei der Küchenplanung sollten Sie der Arbeitshöhe besondere Beachtung schenken. Denn die „falsche“ Höhe kann auf Dauer Rückenschmerzen verursachen. Wenn man sich lange Zeit im Stehen nach vorne neigen muss, ist das besonders rückenunfreundlich. Diese Haltung verursacht nämlich eine einseitige Belastung der Bandscheiben. Deshalb sollte die Arbeitsplatte auf einer Höhe sitzen, die für Ihre Körpergröße ideal ist. In der Küche gibt es allerdings nicht DIE optimale Höhe, weil man die verschiedensten Arbeiten erledigt – vom Gemüse Schneiden über das Anbraten von Fleisch bis hin zum Abwasch. Das Optimum ist daher keine auf einer Höhe durchgehende Arbeitsplatte, sondern verschiedene Höhen, welche die unterschiedlichen Tätigkeiten berücksichtigen. Das ist rückenschonend und erleichtert Ihnen die Küchenarbeit.

Die Höhe der Arbeitsplatte sollte immer auf die Person abgestimmt werden, welche die Küche am meisten nutzt. Die Alternative sind höhenverstellbare Tätigkeitsbereiche, die sich individuell an die jeweilige Person anpassen lassen. Die Arbeitshöhe richtet sich zum einen nach der Körpergröße des Hauptnutzers, zum anderen nach der Tätigkeit. Neben der Arbeitsplatte empfiehlt es sich außerdem, den Einbau häufig benutzter Elektrogeräte (Geschirrspüler, Mikrowelle, Backofen, Dampfgarer) auf die Körpergröße des Hauptnutzers abzustimmen. Ergonomisch ist ein erhöhter Einbau in Hochschränken statt in Unterschränken. Die Geräte sitzen dann auf der für den Hauptnutzer optimalen Greifhöhe.

So ermitteln Sie die Arbeitshöhe

  • Legen Sie den Oberarm am Körper an und winkeln Sie den Unterarm im 90-Grad-Winkel an.
  • Zwischen Unterarm und Arbeitsplatte sollte dann noch ein Abstand von 15 Zentimetern eingehalten werden.
  • Das ist die Arbeitshöhe, die für Sie optimal ist, wenn Sie Speisen schneiden und zubereiten.
  • Der Kochbereich sollte 10 bis 15 Zentimeter tiefer sitzen, weil hier die Höhe von Töpfen und Pfannen hinzukommt und Sie Ihren Arm höher halten müssen, um darin zu rühren.
  • Das Spülbecken sollte hingegen 10 bis 15 Zentimeter höher sitzen als die ermittelte Arbeitshöhe, weil Sie für den Abwasch in das Becken hinunter langen.

Laufwege optimieren

Für einen reibungslosen und funktionellen Arbeitsablauf kommt es vor allem auf die Laufwege an. Sie sollten möglichst kurz sein, damit das Kochen nicht unnötig zeitaufwendig ist und die Küchenarbeit praktisch zum Marathon wird. Ideal ist die Anordnung in der Reihenfolge der Arbeitsschritte: Aufbewahren – Vorbereiten – Braten/Backen/Zubereiten – Anrichten/Servieren – Abwasch/Müllentsorgung. In einzeiligen Küchen ordnet man diese nebeneinander an, bei allen anderen Küchenformen ordnet man die drei wichtigsten Bereiche (Vorbereiten, Kochen, Anrichten) übereck bzw. als Dreieck (bei zweizeiligen Küchen). Für einen praxistauglichen Arbeitsablauf sollte sich die Anordnung der Funktionsbereiche / Küchenzonen außerdem danach richten, ob die Person, die überwiegend die Küche nutzt, Rechts- oder Linkshänder ist. Für Rechtshänder ordnet man die oben genannten Bereiche von rechts nach links beginnend beim Bereich Aufbewahren.

Für Linkshänder entsprechend in umgekehrter Reihenfolge. Bei der Arbeitsrichtung sollte man aber auch die eigenen Nutzungsgewohnheiten berücksichtigen. Hat man sich bereits an eine bestimmte Arbeitsweise gewöhnt, ist es oft schwer, sich wieder umzugewöhnen.

Abstand halten

Auch wenn die Laufwege möglichst kurz sein sollten, sind trotzdem gewisse Mindestabstände zu beachten, damit man genügend Bewegungsfreiheit hat, Auszüge und Türen bequem bedienen kann.

Folgende Maße sind für eine funktionale Küche zu empfehlen:

  • Mindestabstand von 120 Zentimetern zwischen zwei gegenüberliegenden Küchenzeilen.
  • Tiefe der Unterschränke mit Arbeitsplatte von mindestens 60 Zentimetern.
  • Arbeitsfläche zwischen Spüle und Kochfeld sollte mindestens 90 Zentimeter, besser noch 120 Zentimeter breit sein. In diesem Bereich wird nämlich am meisten gearbeitet.
  • Zwischen Oberschrank und Arbeitsfläche einen Abstand von circa 60 Zentimetern planen. Dadurch haben Sie ausreichend Kopffreiheit und können Gegenstände in den oberen Fächern dennoch leicht erreichen.

Durchdachtes Beleuchtungskonzept

Um optimal in einer Küche arbeiten zu können, spielt die Beleuchtung eine wichtige Rolle. Insbesondere die Ausleuchtung der Arbeitsfläche ist wichtig, um gleichzeitig funktionell und sicher arbeiten zu können. Hängeschränke über der Arbeitsplatte werfen Schatten auf die darunterliegende Fläche. Für eine gute Ausleuchtung bieten sich Unterbauleuchten an, die Sie an der Schrankunterseite befestigen. Lampen, die von oben strahlen, sorgen für gleichmäßiges, schattenfreies Licht. Mit einer Sichtblende strahlt das Licht genau dahin, wo Sie es brauchen. Für optimale Lichtverhältnisse wählen Sie Leuchtmittel, die mindestens 500 Lux haben.

Schränke funktional einräumen

Zu guter Letzt hängt die Funktionalität in der Küche auch davon ab, wie gut Zutaten, Töpfe und Kochutensilien zu erreichen sind. Eine funktionale Innenausstattung erleichtert es, Ordnung zu halten. Durch Besteckkästen und Trennsysteme lässt sich alles übersichtlich einräumen. Auch Apothekerschränke ermöglichen einen schnellen und guten Überblick.

Tipps für das Einräumen der Schränke

  • Sortieren Sie Verbrauchs- und Gebrauchsgüter sowie andere Utensilien nach ihrer Funktion und räumen Sie diese in die betreffenden Funktionsbereich / Küchenzonen (Bevorraten, Aufbewahren, Vorbereiten, Zubereiten & Kochen, Reinigen & Entsorgen).
  • Räumen Sie alles, was Sie für einen Tätigkeitsbereich benötigen, in die umliegenden Schränke.
  • Kochutensilien und Zutaten, die man häufig braucht, räumt man am besten in die Unterschränke und nach vorne, damit sie gleich griffbereit sind.

Checkliste Ergonomie und Funktionalität in der Küche

  • Ermitteln Sie durch Ausmessen oder rechnerisch die optimale Arbeitshöhe für die Arbeitsfläche, den Koch- und den Spülbereich. Maßgeblich ist der Hauptnutzer der Küche.
  • Planen Sie den Einbau der wichtigsten Elektrogeräte auf Griffhöhe und stimmen Sie den Einbau auf die Körpergröße des Hauptnutzers ab.
  • Planen Sie Ihre Küche in der Reihenfolge der Arbeitsschritte, die Arbeitsrichtung wird dadurch bestimmt, ob der Hauptnutzer Rechts- oder Linkshänder ist.
  • Halten Sie die empfohlenen Maße für Abstände und Arbeitsflächen ein.
  • Verwenden Sie Unterbauleuchten, um die Arbeitsfläche unter den Hängeschränken optimal auszuleuchten.
  • Verwenden Sie helle Leuchtmittel mit mindestens 500 Lux.
  • Nutzen Sie funktionale Innenausstattung, um Ordnung zu halten.
  • Räumen Sie Ihre Küchenschränke nach funktionalen Gesichtspunkten ein.
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