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Pyrolyse, Katalyse und Hydrolyse - die Selbstreinigungsfunktionen modernen Backöfen im Vergleich

Ein Backofen mit Selbstreinigung erleichtert Ihnen das Säubern des Geräts in besonderem Maße. Bei aktuellen Modellen gibt es drei unterschiedliche Technologien: Pyrolyse, Katalyse und Hydrolyse. Während die Pyrolyse sehr hohe Temperaturen für die Reinigung nutzt, funktioniert die Hydrolyse mit Wasserdampf. Bei der Katalyse sorgt ein thermo-chemischer Vorgang für die Selbstreinigung.

Pyrolyse – Selbstreinigung mit Hitze

Aktiviert man bei einem Pyrolyse-Backofen die Selbstreinigungsfunktion, wird der Garraum bis auf 500 Grad erhitzt. Fett und Essensreste zerfallen durch die Hitze zu Asche, sodass man sie einfach herauskehren oder herauswischen kann. Der Prozess braucht etwas Zeit, bis der Garraum so heiß ist, dass alle Lebensmittel-Rückstände zerfallen. Dies verursacht entgegen vielfacher Meinung sehr geringe Energiekosten. Wie Erfahrungen aus der Praxis zeigen, kostet ein Pyrolysevorgang circa 1,50 Euro.

Um maximale Sicherheit für den Benutzer zu bieten, verriegeln Pyrolyse-Backofen automatisch die Tür, wenn die Temperatur während der Reinigung über 300 Grad steigt. Durch die sehr hohe Hitze ist der Backofen nach dem Programm hygienisch sauber. Einige Hersteller, darunter Gorenje und AEG statten ihre Backöfen inzwischen mit einem mehrstufigen Pyrolyse-Programm aus. Hier haben Sie die Möglichkeit, das Programm auf den Grad der Verschmutzung (leicht – mittel – stark) abzustimmen.

Bevor man das Programm startet, sollte man jedoch grobe Verschmutzungen zunächst von Hand entfernen. Teleskopschienen aus Edelstahl muss man herausnehmen, und Backbleche müssen pyrolysefähig sein, wenn sie während des Reinigungsprogramms im Backofen bleiben sollen. Andernfalls muss man sie ebenfalls herausnehmen.

Ein kleiner Praxis-Tipp: Durch die hohen Temperaturen, die der Ofen während der Pyrolyse erreicht, erwärmt sich auch der Küchenraum. Deswegen empfiehlt es sich, das Reinigungsprogramm nicht an einem sehr heißen Sommertag zu nutzen oder den Programmstart auf die kühleren Abendstunden zu verlegen.

Katalyse – thermo-chemischer Oxidations-Vorgang

Bei einem Katalyse-Backofen sind Seitenwände, Decke und Rückwand des Innenraums mit beschichteten Emaille- oder Keramik-Blechen ausgekleidet. Die Beschichtung saugt Fettpartikel auf. In der Beschichtung sind außerdem Metalloxide enthalten, die als Katalysatoren fungieren und Fett mit Hilfe von Sauerstoff in Wasser und Kohlendioxid zerfallen lassen. Dieser Prozess passiert jedes Mal automatisch, wenn der Backofen beim Braten und Backen auf über 200 Grad erhitzt wird. Auch hier reicht es aus, den Innenraum hinterher auszuwischen. Allerdings darf man dabei keinesfalls scharfe und scheuernde Reiniger sowie Scheuerschwämme verwenden. Denn diese können die Beschichtung beschädigen. Darüber hinaus verbraucht sich die Beschichtung mit der Zeit, so dass man die Bleche nach etwa 2 bis 3 Jahren austauschen sollte.

Hydrolyse – die Kraft des Wasserdampfs

Die dritte Selbstreinigung, die man bei aktuellen Backöfen findet, ist die Hydrolyse. Dabei handelt es sich ebenfalls um ein Selbstreinigungs-Programm, für das man einen halben Liter Wasser mit etwas Spülmittel in die Fettpfanne gibt. Nachdem das Programm, das den Innenraum auf 40 bis 60 Grad erhitzt, fertig ist, reicht es den Ofen auszuwischen. Die relativ niedrigen Temperaturen sorgen dafür, dass sich Wasserdampf entwickelt, der die Essensreste einweicht. Die gelösten Verschmutzungen kann man nach der Selbstreinigung einfach herauswischen. Bei starker Verschmutzung kann eine zusätzliche Reinigung von Hand notwendig sein.

Gegenüberstellung der 3 Selbstreinigungstechnologien

Pyrolyse Katalyse Hydrolyse
Funktionsweise Garraum wird in einem automatischen Selbstreinigungs-programms auf 500 Grad erhitzt Emaille- oder Keramik-Beschichtung mit Katalysatoren sorgt für einen thermo-chemische Oxidation bei Temperaturen über 200 Grad Seifenlauge verdampft im Garraum während eines Selbstreinigungs-programms
Wirkung Fett und Essensreste zerfallen durch die hohe Hitze zu Asche Lebensmittelrückstände werden mithilfe von Sauerstoff in Wasserstoff und Kohlendioxid umgewandelt, selbstständiger Abbau von Verschmutzungen Wasserdampf weicht Verschmutzungen ein, damit sie sich leichter lösen
Vorteile
Effektivste Methode
Sehr hoher Reinheitsgrad
Keine Reinigungsmittel notwendig
Sicherheit: Backofentür verriegelt automatisch während der Selbstreinigung ab 300 Grad
umweltschonendste Methode
kein manueller Aufwand
Vorgang vollzieht sich automatisch bei Garprogrammen über 200 Grad
Keine Reinigungsmittel notwendig
energiesparend
Unkomplizierte Methode
Kaum Zeitaufwand für das Selbstreinigungs-Programm
Nachteile
Zeitintensive Selbstreinigung
lohnt sich meist erst bei starker Verschmutzung; aber: bei einigen Herstellern mehrstufige Pyrolyse erhältlich
Scharfe, scheuernde Reinigungsmittel dürfen keinesfalls verwendet werden
Beschichtung ist mit der Zeit verbraucht
zusätzlicher Energieverbrauch durch das Programm
Zusätzliche Reinigungsmittel notwendig
Bei Starker Verschmutzung muss man oft zusätzlich von Hand reinigen
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